Annahme: Sobald wir aufhören, einer schlechten Angewohnheit nachzugehen, wird diese Angewohnheit über die Zeit verschwinden.

In der Wirklichkeit: Sobald wir mit einer schlechten Angewohnheit von heute auf morgen aufhören, wird dein Gehirn im allerletzten Moment versuchen dich wieder zu dieser Angewohnheit zu bringen.

In Tierversuchen konnte man zeigen, dass Angewohnheiten durch ein Rewardsystem erlernt werden konnten. Als Rewardsystem wurde Essen verwendet. Eine Taube hat zum Beispiel nur Essen erhalten, wenn sie sich in eine bestimmte Richtung gedreht hat. Durch weitere Übungen, in der die Taube immer ein Stück sich weiter drehen musste, um das Essen zu erhalten, konnte man sie am Ende im Kreise drehen lassen. Das konnte man dann zusätzlich durch Sprache (die Taube konnte zwei verschiedene Wörter verstehen) verstörken als auch durch das Zeigen verschiedener Symbole.

Es existieren zwei Arten der Konditionierung, einmal die klassische und dann die operante. Die klassische Konditionierung hilft uns zu überleben. Essen wir beispielsweise etwas giftiges und wir werden krank davon, dann vermeiden wir dieses Essen in der Zukunft. Allein schon der Geruch von dem Essen kann bei uns Ablehnung oder Übelkeit hervorrufen. Über solche Koniditionierungen haben wir keine Kontrolle. In der operanten Konditionierung geht es um unsere Wünsche. Beispielsweise gehen wir zur Arbeit und erhalten Geld dafür. Wenn wir kein Geld für unsere Arbeit erhalten würden, dann würden wir, manch einer schneller und manch einer langsamer, auföhren zur Arbeit zu gehen. An dieser Stelle kommt unser Gehirn ins Spiel und der letzte Schrei vor dem Auslöschen dieser Angewohnheit. Bevor wir einfach auföhren würden zu arbeiten, würden wir noch zu unserem Boss wütend ins Büro rennen und nach einer Erklärung verlangen. Das gleiche passiert auch bei Kndern, die nicht etwas Süßes in einem Laden erhalten, obwohl sie dies erwarteten. Mit einem letzten Schrei versuchen sie ihre Belohnung zu erhalten.

Möchte man eine schlechte Angewohnheit ändern, dann muss man sich dessen bewussts ein.