Die Aussage des Artikels Compensation ist, dass Geld kein guter Motivator ist und das Ranking von Mitarbeitern die Arbeit untereinander kompromittiert.

Rating von Mitarbeitern fördert einen Wettbewerb untereinander. Dies führt zu weniger Teambereitschaft.

Ein großer Motivationsverlust ereignet sich, sobald Mitarbeiter nicht die Belohnung erhalten, die sie erwarten. Wenn beispielsweise die Entwicklung zu einem Dinner vom Chef eingeladen wurde, jedoch das Deployment-Team, dass auch einen Anteil an der Arbeit hat außen vorgelassen wurde, kann dies zu einem starken Motivationsverlust führen.

Unmögliche Deadlines durch monetäre Boni wettmachen: Monetäre Boni sind sehr starke Motivatoren. Werden diese aber an unmögliche Deadlines gekoppelt, kann dies zu einem gegenteiligen Effekt führen und die Leistung des Teams ist schlechter als ohne diesen Boni. Mitarbeiter verlieren eher ihre Motivation, werden zynisch und geben schneller auf.

Falsche Optimierungen: Werden beispielsweise Tester für jeden Fehler, den sie in der Betaphase eines Projektes finden, 5€ angeboten, zerbricht die Zusammenarbeit zwischen Testern und Entwicklern. Das gemeinsame Ziel, schnell eine stabiles Projekt auszuliefern, kommt den Testern zuwider. Denn je mehr Fehler sie finden, umso mehr Geld erhalten sie.

Intrinsische Motivation kann durch extrinsische Belohnungen zerstört werden: Es existieren zwei Theorien, Kindern Taschengeld zu geben. Theorie A koppelt die Zuschüsse an Aufgaben im Haushalt. In Theorie B wird erwartet, dass Kinder im Haushalt helfen, wobei das Taschengeld davon unabhängig ist. Wird das Taschengeld an verschiedene Haushaltsaufgaben im Haus gekoppelt, führt dass dazu, dass Kinder nur noch die Aufgaben übernehmen, die sie gerne übernehmen und vermeiden diejenigen Aufgaben, die sie ungern übernehmen. Sobald diese Kinder ihr eigenes Einkommen verdienen, werden sie die Aufgaben komplett liegen lassen.

Um diese Probleme zu lösen, listet Poppendieck verschiedene Lösungen auf.

Stelle sicher, dass Beförderungen unanfechtbar sind: Klare Berförderungskriterien werden von Angestellten als fair empfunden. Erfüllt ein Angestellter alle Kriterien, kann beispielsweise ein Komittee darüber beraten, ob die Kriterien erfüllt worden sind.

Minimiere das Geldsystem: Evaluationen sollen nur dazu genutzt werden, Angestellte ihrem korrektem Level zuzuordnen. Zum Einsatz kommen können dazu Balanced Scorecards, die einen Angestellten in verschiedenen Bereichen bewerten. Ein Angestellter sollte im optimalen Falle in allen Bereiche gute Leistungen erbringen. Balanced Scorecards sollen jedoch nicht dazu genutzt werden, ein Ranking System einzuführen.

Erfolgsbeteiligungen sollen am Wirtschaftserfolg verknüpft werden Ein Beispiel ist die Firma Nucor in der Stahlindustrie. Die Erfolgsbeteiligung hängt vom wirtschaftlichen Faktor des Gewinns pro Tonne erzeugtem Stahl ab. Ein Team, dass beispielsweise die Herstellung von Stahl profitabler macht, erhält erst eine Erfolgsbeteiligung, sobald diese Technik in der Realität Gewinn erwirtschaftet, beispielsweise durch das Eröffnen einer neuen Stahlfabrik, die diese Methode einsetzt.

Belohnungen sollen auf Basis der Beeinflussungen und nicht auf Basis der Kontrolle basieren. Im Normalfall geht man davon aus, dass ein Angestellter auf den Kriterien belohnt wird, die er kontrolliert. Jedoch führt das Bewerten einzelner anstelle einer ganzen Gruppe zu weniger Teamarbeit. Nucor stellt beispielsweise sicher, dass ein relativ großes Team am Erfolg beteiligt ist und nicht nur das Team, dass einen bestimmten Bereich, der den Erfolg ausmacht belohnt wird. Damit werden alle belohnt, die beispielsweise die erfolgsbringende Idee in das Unternehmen gebracht haben, die Tester, Support, der Endkunde etc. Es stellt sich hierbei die Frage, wie Bewertungskriterien auf Basis der Beeinflussung erstellt werden können. Hier sollten eher weniger Kriterien definiert werden, die dafür umfassender sind. Dazu zählt beispielsweise ROI oder Profit & Loss (P&L;).

Finde bessere Motivatoren als Geld Angestellte, die bereits ein gutes Gehalt verdienen, werden nicht durch mehr Geld stärker motiviert. Stattdessen werden Einflussfaktoren wie die Arbeitsumgebung, Weiterbildungen, Spass an der Arbeit im Vordergrund gerückt.