Manage People & Projects by Mary Poppendieck

Die Aussage des Artikels Compensation ist, dass Geld kein guter Motivator ist und das Ranking von Mitarbeitern die Arbeit untereinander kompromittiert.

Rating von Mitarbeitern fördert einen Wettbewerb untereinander. Dies führt zu weniger Teambereitschaft.

Ein großer Motivationsverlust ereignet sich, sobald Mitarbeiter nicht die Belohnung erhalten, die sie erwarten. Wenn beispielsweise die Entwicklung zu einem Dinner vom Chef eingeladen wurde, jedoch das Deployment-Team, dass auch einen Anteil an der Arbeit hat außen vorgelassen wurde, kann dies zu einem starken Motivationsverlust führen.

Unmögliche Deadlines durch monetäre Boni wettmachen: Monetäre Boni sind sehr starke Motivatoren. Werden diese aber an unmögliche Deadlines gekoppelt, kann dies zu einem gegenteiligen Effekt führen und die Leistung des Teams ist schlechter als ohne diesen Boni. Mitarbeiter verlieren eher ihre Motivation, werden zynisch und geben schneller auf.

Falsche Optimierungen: Werden beispielsweise Tester für jeden Fehler, den sie in der Betaphase eines Projektes finden, 5€ angeboten, zerbricht die Zusammenarbeit zwischen Testern und Entwicklern. Das gemeinsame Ziel, schnell eine stabiles Projekt auszuliefern, kommt den Testern zuwider. Denn je mehr Fehler sie finden, umso mehr Geld erhalten sie.

Intrinsische Motivation kann durch extrinsische Belohnungen zerstört werden: Es existieren zwei Theorien, Kindern Taschengeld zu geben. Theorie A koppelt die Zuschüsse an Aufgaben im Haushalt. In Theorie B wird erwartet, dass Kinder im Haushalt helfen, wobei das Taschengeld davon unabhängig ist. Wird das Taschengeld an verschiedene Haushaltsaufgaben im Haus gekoppelt, führt dass dazu, dass Kinder nur noch die Aufgaben übernehmen, die sie gerne übernehmen und vermeiden diejenigen Aufgaben, die sie ungern übernehmen. Sobald diese Kinder ihr eigenes Einkommen verdienen, werden sie die Aufgaben komplett liegen lassen.

Um diese Probleme zu lösen, listet Poppendieck verschiedene Lösungen auf.

Stelle sicher, dass Beförderungen unanfechtbar sind: Klare Berförderungskriterien werden von Angestellten als fair empfunden. Erfüllt ein Angestellter alle Kriterien, kann beispielsweise ein Komittee darüber beraten, ob die Kriterien erfüllt worden sind.

Minimiere das Geldsystem: Evaluationen sollen nur dazu genutzt werden, Angestellte ihrem korrektem Level zuzuordnen. Zum Einsatz kommen können dazu Balanced Scorecards, die einen Angestellten in verschiedenen Bereichen bewerten. Ein Angestellter sollte im optimalen Falle in allen Bereiche gute Leistungen erbringen. Balanced Scorecards sollen jedoch nicht dazu genutzt werden, ein Ranking System einzuführen.

Erfolgsbeteiligungen sollen am Wirtschaftserfolg verknüpft werden Ein Beispiel ist die Firma Nucor in der Stahlindustrie. Die Erfolgsbeteiligung hängt vom wirtschaftlichen Faktor des Gewinns pro Tonne erzeugtem Stahl ab. Ein Team, dass beispielsweise die Herstellung von Stahl profitabler macht, erhält erst eine Erfolgsbeteiligung, sobald diese Technik in der Realität Gewinn erwirtschaftet, beispielsweise durch das Eröffnen einer neuen Stahlfabrik, die diese Methode einsetzt.

Belohnungen sollen auf Basis der Beeinflussungen und nicht auf Basis der Kontrolle basieren. Im Normalfall geht man davon aus, dass ein Angestellter auf den Kriterien belohnt wird, die er kontrolliert. Jedoch führt das Bewerten einzelner anstelle einer ganzen Gruppe zu weniger Teamarbeit. Nucor stellt beispielsweise sicher, dass ein relativ großes Team am Erfolg beteiligt ist und nicht nur das Team, dass einen bestimmten Bereich, der den Erfolg ausmacht belohnt wird. Damit werden alle belohnt, die beispielsweise die erfolgsbringende Idee in das Unternehmen gebracht haben, die Tester, Support, der Endkunde etc. Es stellt sich hierbei die Frage, wie Bewertungskriterien auf Basis der Beeinflussung erstellt werden können. Hier sollten eher weniger Kriterien definiert werden, die dafür umfassender sind. Dazu zählt beispielsweise ROI oder Profit & Loss (P&L;).

Finde bessere Motivatoren als Geld Angestellte, die bereits ein gutes Gehalt verdienen, werden nicht durch mehr Geld stärker motiviert. Stattdessen werden Einflussfaktoren wie die Arbeitsumgebung, Weiterbildungen, Spass an der Arbeit im Vordergrund gerückt.

You are not so smart - Letzer Schrei vor der Ausslöschung einer Angewohnheit

Annahme: Sobald wir aufhören, einer schlechten Angewohnheit nachzugehen, wird diese Angewohnheit über die Zeit verschwinden.

In der Wirklichkeit: Sobald wir mit einer schlechten Angewohnheit von heute auf morgen aufhören, wird dein Gehirn im allerletzten Moment versuchen dich wieder zu dieser Angewohnheit zu bringen.

In Tierversuchen konnte man zeigen, dass Angewohnheiten durch ein Rewardsystem erlernt werden konnten. Als Rewardsystem wurde Essen verwendet. Eine Taube hat zum Beispiel nur Essen erhalten, wenn sie sich in eine bestimmte Richtung gedreht hat. Durch weitere Übungen, in der die Taube immer ein Stück sich weiter drehen musste, um das Essen zu erhalten, konnte man sie am Ende im Kreise drehen lassen. Das konnte man dann zusätzlich durch Sprache (die Taube konnte zwei verschiedene Wörter verstehen) verstörken als auch durch das Zeigen verschiedener Symbole.

Es existieren zwei Arten der Konditionierung, einmal die klassische und dann die operante. Die klassische Konditionierung hilft uns zu überleben. Essen wir beispielsweise etwas giftiges und wir werden krank davon, dann vermeiden wir dieses Essen in der Zukunft. Allein schon der Geruch von dem Essen kann bei uns Ablehnung oder Übelkeit hervorrufen. Über solche Koniditionierungen haben wir keine Kontrolle. In der operanten Konditionierung geht es um unsere Wünsche. Beispielsweise gehen wir zur Arbeit und erhalten Geld dafür. Wenn wir kein Geld für unsere Arbeit erhalten würden, dann würden wir, manch einer schneller und manch einer langsamer, auföhren zur Arbeit zu gehen. An dieser Stelle kommt unser Gehirn ins Spiel und der letzte Schrei vor dem Auslöschen dieser Angewohnheit. Bevor wir einfach auföhren würden zu arbeiten, würden wir noch zu unserem Boss wütend ins Büro rennen und nach einer Erklärung verlangen. Das gleiche passiert auch bei Kndern, die nicht etwas Süßes in einem Laden erhalten, obwohl sie dies erwarteten. Mit einem letzten Schrei versuchen sie ihre Belohnung zu erhalten.

Möchte man eine schlechte Angewohnheit ändern, dann muss man sich dessen bewussts ein.

Hello Wrold

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David